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Dieselmotor

Drei- und Fünftür-Varianten werden in Europa gebaut

Der Diesel ist ein sparsamer Antriebsmotor. Bei vernünftiger Fahrweise ist der Treibstoffverbrauch geringer als bei Ottomotoren. Somit leistet der Dieselmotor einen Beitrag zur Kohlendioxidreduzierung.

Dieselmotoren werden häufig mit Aufladesystemen, z. B. dem Abgas-Turbolader, kombiniert.

Moderne, umweltfreundliche Dieselmotoren sind häufig mit einem Oxidationskatalysator ausgerüstet. Er reduziert Diesel-Partikel durch Verbrennung der an den Ruß angelagerten Kohlenwasserstoffe und unterstützt die Verbrennung von HC und CO. Außerdem wird der typische Abgasgeruch vermindert.

Neuerdings kommen mehr und mehr Pkw-Diesel mit direkter Einspritzung auf den Markt. Hierbei wird auf die Wirbel- oder Vorkammer verzichtet. Dies ermöglicht einen sehr günstigen Treibstoffverbrauch. Die Nachteile des rauen Motorlaufs lassen sich durch Schalldämm-Maßnahmen ausgleichen.

So arbeitet ein Dieselmotor
Der Dieselmotor saugt nur Luft an. Er besitzt also keinen Vergaser, sondern lediglich eine einfache Luftdrosselklappe. Im zweiten Takt wird die Luft verdichtet. Dadurch erhöhen sich die Druckwerte bis zu 55 bar bei etwa 700 bis 900° C Lufttemperatur. Wird nun im dritten Takt Kraftstoff mit hohem Druck in diese heiße Luft eingespritzt, bildet sich ein brennfähiges Gemisch, das sich selbst entzündet. Der Kolben gleitet nach unten und leistet Arbeit. Beim vierten und letzten Takt wird das verbrannte Gemisch ausgestoßen.

Beim Dieselmotor liegt das Verdichtungsverhältnis mit Werten bis 22:1 wesentlich höher als beim Ottomotor. Zylinderblock, Zylinderkopf und Kolben müssen entsprechend stärker ausgeführt sein.

Die hohen Verdichtungsdrücke liegen bereits im Leerlauf und auch bei Teillast an, so dass der Dieselmotor im Teillast-Bereich in der Regel vor allem im Kurzstreckenbetrieb besonders wirtschaftlich arbeitet.

Die Einspritzanlage
Zur Kraftstoffdruck-Erzeugung besitzen Dieselmotoren Reihen- oder Verteilereinspritzpumpen, die über Zahnräder, Ketten oder Zahnriemen angetrieben werden. Gleichzeitig haben die Einspritzpumpen die Aufgabe, den Kraftstoff entsprechend der Motorbelastung genau zu dosieren.

Für die Anpassung an die verschiedenen Lastzustände im Motor sorgen besondere Regelorgane an den Pumpen. Ältere Diesel besitzen eine Kraftstoffhandpumpe. Sie tritt in Funktion, wenn der Tank leergefahren wurde. Nach Einfüllen des Kraftstoffes muss dann häufig das gesamte System entlüftet werden.


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6-Zylinder-Dieselmotor