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Leichtlauf-Motorenöle |
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Zahlt sich der höhere Ölpreis aus? Wie sind die Auswirkungen auf Verbrauch und Abgasverhalten? Der ADAC hat dies in entsprechenden Tests ermittelt. Immer häufiger stehen sie in den Regalen der Tankstellen, werden sie von den Werkstätten beim Ölwechsel angeboten: Super-Leichtlauföle, High-Tech-Motorenöle, doppelt so teuer wie das altbewährte 15W-40, das inzwischen als klassisches Mehrbereichsöl Millionen von Automotoren sommers wie winters ausreichend schmiert. Natürlich immer wieder verbessert mit neuen Additiven gegen Ölschlammbildung, gegen Oxydation und Alterung. Auch teurer als die bisherigen Leichtlauföle, meist ebenfalls schon vollsynthetische Öle. Kurbelwellen- und Pleuellager, Nockenwelle, Kolbenringe - überall soll das Motoröl für reibungsarme Beweglichkeit sorgen. Beim Kaltstart wie bei heißer Autobahnfahrt. Die neuen Öle - sind es noch Öle? - sollen die Reibung im Motor, an der Kurbelwelle, an den Kolben, in den Zylindern, an der Nockenwelle noch weiter vermindern sowie die Arbeit der Ölpumpe erleichtern und damit einen Teil des Sprits sparen, der nur dazu gebraucht wird, den Motor am Leben zu erhalten. Und das ist vor allem bei kaltem Motor, also im Kurzstreckenbetrieb, nicht wenig. Dass die zweite Generation der vollsynthetischen Leichtlauföle diese Erwartungen erfüllt, zeigt unser Test (siehe auch Tabelle weiter unten) auf: Auf dem ADAC-Prüfstand absolvierte ein VW Golf 1.4 Benziner zunächst mehrfach den ECE-Stadtzyklus mit dem Vergleichsöl (ein Markenöl der Viskositätsklasse 15W-40) bei einer Starttemperatur von 20° C und anschließend die Autobahnsimulation bis 140 km/h bei einer Betriebstemperatur von mindestens 80°C. Dann war die gleiche Prozedur mit einem typischen Vertreter der neuen 0W-Generation (Veedol Synthron 0W-30) an der Reihe. Als nächstes der Newcomer Shell Helix Ultra-X. Shell geht mit dieser rennerprobten Kohlenwasserstoffkreation (»Schumi-Öl«) der Viskositätsklasse 5W-20 einen eigenen Weg: weniger dünnflüssig bei tiefen Temperaturen, aber auch weniger zäh bei Hitze, hat jedoch von den Autoherstellern im Gegensatz zu den 0W-Konkurrenten noch keine Freigabe bekommen. Anschließend folgte noch eine Kontrollprüfung mit dem 15W-40-Basisöl. Die Ergebnisse sind eindeutig, aber sie sind natürlich nicht repräsentativ für andere Motoren und andere Temperatur- und Betriebsbedingungen. Bei überwiegendem Kurzstreckenverkehr könne jedoch ganz allgemein mit einem Kraftstoffspareffekt von 4 bis 6 Prozent gerechnet werden, erklären ADAC-Techniker. Bei gemischtem Fahrbetrieb (Stadt- und Überlandfahrt) rechnen sie mit einer Einsparung von 2 bis 4 Prozent. Auf der Autobahn könne der Spareffekt auch unter 2 Prozent sinken. Lohnt es sich also, auf ein teures High-Tech-Öl umzusteigen? Der Umwelt zuliebe auf alle Fälle: Weniger Verbrauch bedeutet auch weniger CO² in der Atmosphäre. Belastet es statt dessen den Geldbeutel des Autofahrers? Das kommt im wesentlichen darauf an, wie viel Öl der Motor verbraucht. Wenn zwischen zwei Ölwechseln, etwa auf 20000 bzw. 15000 Kilometer, kein Öl nachgefüllt werden muss - was allerdings eher selten ist -, lohnt es sich meist auch finanziell. Als Beispiel nehmen wir hier ein Auto mit 4 Liter Ölfüllung und einem Durchschnittsverbrauch von 10 Liter Super auf 100 Kilometer. Der Spritpreis wurde mit 1,65 DM pro Liter angesetzt, für das Öl gilt die Esso-Service-Preisliste. Statt 59,60 DM (Uniflo 15W-40) kostet die Füllung mit Ultron FE 0W-30 dann 118,80 DM. Eine Differenz von 59,20 DM. Schon bei 2 Prozent Spritersparnis (40 Liter bzw. 66 DM auf 20000 km) sind die Mehrkosten fürs Öl locker eingefahren. Und wer sich eine Ersparnis von 2,5 Prozent ausrechnen kann, ist mit dem 0W-30-Öl auch noch bei einem Ölwechsel nach 15000 km gut bedient. Schlechter sieht die Rechnung natürlich für ältere Motoren mit höherem Ölverbrauch aus. Aber auch hier kann es sich noch lohnen, auf das neue Öl umzusteigen, vor allem dann, wenn der Kurzstreckenverkehr mit häufigen Kaltstarts überwiegt. Das dünnflüssigere Öl ist nach dem Start im Motor schneller vor Ort, an den kritischen Schmierstellen. Der Kaltstartverschleiß wird gemindert, die Lebensdauer des Motors verlängert, und der Anlasser braucht weniger Leistung. Klar, dass sich das vor allem bei winterlichen Temperaturen auswirkt. Ein 0W-Öl ist immerhin auch bei minus 30°C noch voll schmiertauglich (ein15W-Öl bis -15°C). Doch genau diese Dünnflüssigkeit gibt bei vielen Autofahrern Anlas zu Bedenken: Wird sich der Ölverbrauch nicht erhöhen, wenn ich auf eins der neuen Leichtlauföle umsteige? Grundsätzlich nein - wenn der Motor in Ordnung ist. Sind allerdings bereits Undichtigkeiten vorhanden (Wellendichtungen, Ventilschaftabdichtungen), dann sind solche Leichtlauföle kaum zu empfehlen. In den Versuchsmotoren der Industrie wurden jedenfalls keine signifikanten Ölverbrauchsunterschiede zwischen 15W- und 0W-Ölen festgestellt. Kraftstoffverbrauch (l/100 km)
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