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Servolenkung

Das Lenksystem überträgt die Umdrehungen des Lenkrades über Gestänge so, dass die Räder um einen Drehpunkt der Achsaufhängung nach links oder rechts ausgeschwenkt werden. Das Lenkrad muss dabei einen relativ langen Weg zurücklegen, während sich die Räder selbst nur wenig bewegen. Das Lenksystem wird nämlich vom Konstrukteur so ausgelegt, dass der Fahrer ohne großen Kraftaufwand auch einen schweren Wagen sicher lenken kann.

Ein serienmäßiges Lenkrad legt bei einer Bewegung vom rechten bis zum linken Lenkanschlag an seinem äußeren Rand insgesamt etwa 5 m zurück, während die Laufräder bei dieser Bewegung selbst nur um etwa 50 cm ausschwenken.

Die Lenkung greift in die Vorder-, seltener zusätzlich auch in die Hinterachse über Kugelgelenke ein. Moderne Lenkungen sind stets so abgestimmt, dass Fahrbahneinflüsse am Lenkrad kaum spürbar sind.

Bei schweren bzw. größeren Fahrzeugen mit einer sicherheitsorientierten Lenkgeometrie lässt sich die Lenkung oft nur sehr schwer bewegen. Eine servounterstützte Lenkung erleichtert die Lenkarbeit wesentlich: Der Motor treibt eine Pumpe an, und Öl strömt durch Ventile in einen Arbeitszylinder, der die Lenkkräfte in der gewünschten Richtung unterstützt. Nach dem Lenkmanöver schließen sich die Ventile, und der Kolben im Arbeitszylinder bleibt stehen. Bei Ausfall des Systems bleibt die übliche Lenkfähigkeit erhalten. Der Kraftaufwand am Lenkrad ist dann allerdings erheblich höher.


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