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S.A.N.T.O.S. (Situations-Angepasste und
Nutzer-Typ-zentrierte Optimierung von Systemen zur Fahrerunterstützung) ist ein
Fahrerassistenzsystem, das in Zusammenarbeit von BMW, Bosch und verschiedenen
Instituten untersucht wird.
Zur Realisierung von S.A.N.T.O.S ist interdisziplinäre Zusammenarbeit
gefordert. Bis ins Jahr 2001 werden BMW und Bosch, mit ihrer Fahrzeug- und
Systemkompetenz – zusammen mit den Hochschulinstituten – und deren
ergonomischen, psychologischen und verkehrswissenschaftlichen Know-how an der
Lösung der Aufgaben mitwirken. Das Projekt wird vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung gefördert.
Drei Assistenztypen Der Forschungsansatz des Projektes S.A.N.T.O.S geht von drei
grundlegenden Assistenztypen aus: von der adaptiven, situativen und integrierten
Assistenz.
Bei der adaptiven Assistenz wird nach Lösungen gesucht, die den jeweiligen
Fahrer mit all seinen Präferenzen bezüglich des Fahrstils unterstützen und
sich den unterschiedlichen individuellen Bedürfnissen jeweils anpassen können.
Hierbei lässt sich der Dialog "Fahrer-Fahrzeug" je nach Wunsch des
Fahrers sprachlich, grafisch oder haptisch, also zum Beispiel über einen
spürbaren Druck am Lenkrad oder auch am Gaspedal gestalten, der sich bei Bedarf
auch "übersteuern" lässt.
Die situativen Assistenzsysteme reagieren rechtzeitig auf Veränderungen der
Fahrumgebung und sollen den Fahrer in schwierigeren Situationen entlasten. Dabei
spielen die Informationen über die Fahrbahnbeschaffenheit sowie der Einfluss
der räumlichen Linienführung und deren geeignete Darstellung für den Fahrer
eine entscheidende Rolle. Beispielsweise kann der Fahrer bei kurvenreicher und
unübersichtlicher Strecke "vorausschauend" informiert werden, die
Geschwindigkeit zu reduzieren. Hierzu werden bestimmte Navigationsdaten von
digitalen Karten und der GPS-Fahrzeugpositionsbestimmung verknüpft.
Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile Bei der integrierten Assistenz sollen
die einzeln untersuchten Teilsysteme der Fahrerassistenz schließlich als Ganzes
koordiniert werden. Dabei werden auch Informations- und Kommunikationssysteme in
die Untersuchung mit einbezogen. Sich zeitlich überschneidende Navigations- und
Kommunikationsaufgaben werden koordiniert und priorisiert. Beispielsweise kann
in engen Baustellen die Spurhaltung oder der Abstand zum Vordermann noch genauer
überwacht werden.
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