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ADAC testet
Rußpartikelfilter für Diesel-Autos
München, 27. Dezember 2000 – Mit dem neuen Peugeot 607 HDi kommt im nächsten Jahr erstmalig ein Diesel auf den Markt, der deutlich weniger gesundheitsschädliche Rußpartikel ausstößt. Der ADAC hat die neue Technologie getestet und siehe da: Das System scheint zu funktionieren.
Herzstück der umweltfreundlichen Technik ist ein Partikelfilter (FAP), der die mikroskopisch kleinen Rückstände im Dieselabgas heraus filtern und alle 500 Kilometer durch Verbrennung unschädlich machen soll.
Ob das neuartige System hält, was der Hersteller verspricht, wollte der ADAC zusammen mit dem Umweltbundesamt und dem Frauenhofer-Institut, Hannover, herausfinden. Das Ergebnis: Beim Peugeot war das Gewicht der Abgaspartikel im NEFZ-Zyklus, einer genau definierten praxisnahen Fahrsimulation mit 0,000238 Gramm pro Kilometer, kaum noch messbar. Ein Vergleichsfahrzeug mit moderner Dieseltechnologie aber ohne Abgasfilter kam dagegen auf den Wert 0,028 g/km. Dabei ist selbst dieser Wert schon recht ordentlich, wenn man bedenkt, dass der Grenzwert für das Jahr 2005 auf 0,025 g/km festgeschrieben wurde.
Auch bei der Anzahl der Partikel in der kritischen Größe von 10 bis 300 Nanometern (1 Nanometer ist 1 Milliardstel Meter) konnte der Peugeot überzeugen. Er hatte rund 6000 Mal weniger Partikel im Abgas wie das Vergleichsfahrzeug.
Peugeot hat mit dem 607 HDi neue Maßstäbe in Sachen Umweltverträglichkeit gesetzt. Nun wird das Fahrzeug beweisen müssen, ob es auch im täglichen Alltagsbetrieb bestehen kann. Der ADAC hat bereits mit einem 80 000 Kilometer Dauertest begonnen. Wenn der erfolgreich verläuft, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die anderen Hersteller nachziehen.
Unseren Test
zum Peugeot 607 lesen Sie in dieser Ausgabe.
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