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Mit Abstand sicher ans Ziel
München, 10. Dezember 1999
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Weil Städte und Gemeinden im Winter heute
weniger Streusalz einsetzen, müssen Autofahrer umdenken. Damit man auf der
morgendlichen Fahrt zur Arbeitsstelle nicht hilflos in eine Karambolage
schlittert, hier einige ADAC-Tipps:
- Bereits am Vorabend den Wetterbericht hören.
Ist Schneefall angesagt, Staus und Verspätungen einkalkulieren,
entsprechend früher starten oder, wenn möglich, auf öffentliche
Verkehrsmittel umsteigen.
- Vor dem Losfahren alle Scheiben gründlich
von Schnee oder Eis befreien; wer nur ein Guckloch freimacht, kann an einem
Unfall mitschuldig sein.
- Schon nach wenigen Metern Fahrtstrecke eine
Bremsprobe machen, um ein Gefühl für die Straßenverhältnisse zu
bekommen. Vorher in den Rückspiegel schauen!
- Nicht auf Schleichwege durch ruhige
Wohnstraßen ausweichen, die kaum gestreut sind und zuletzt, manchmal gar
nicht, geräumt werden.
- Extra großen Sicherheitsabstand halten und
vor Ampel-Kreuzungen genau auf vorrausfahrende Fahrzeuge achten.
- Nicht erst kurz vor der Kreuzung bremsen,
da es hier meist besonders glatt ist.
- Auf Brücken besonders vorsichtig fahren,
sie können im Winter heimtückische Glatteis-Fallen sein, weil sie von oben
und unten "gekühlt" werden. Vor allem Nebel kann sich an kalten
Tagen als Eis niederschlagen und Brücken in Rutschbahnen verwandeln.
Sehr kritisch sind nach Erfahrungen des ADAC
Tage, an denen die Temperatur um den Gefrierpunkt schwankt. Durch das wechselnde
Tauen und Frieren ändert sich die Fahrbahnbeschaffenheit ständig. Außerdem
ist ein Eisbelag bei null Grad glatter als bei strengem Frost, weil sich ein zusätzlicher
Wasserfilm bilden kann. Die ständig wechselnden Straßenverhältnisse erfordern
von Autofahrern besonders hohe Aufmerksamkeit und von den Streudiensten außergewöhnliche
Flexibilität.
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