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Diesmal halten die Asiaten gleich in drei Klassen die Spitze
München, 8. Mai 2000 –
In der aktuellen Pannenstatistik, die der ADAC Jahr für Jahr erarbeitet, überzeugen wieder die japanischen Autos. Gleich in drei von vier Fahrzeugklassen haben die Asiaten die Nase vorn: zweimal bei den Kleinwagen, in der unteren Mittelklasse viermal, in der Mittelklasse einmal. Nur in der Oberklasse bleiben die Europäer unter sich.
Eine Marke muss die Zuverlässigkeit gepachtet haben, wie die ADAC-Statistik zeigt: Sowohl in der kleinen Klasse (Starlet) als auch der unteren Mittelklasse (Corolla) und der Mittelkasse (Carina) führt Toyota die Hitlisten an. Bei den Kleinwagen bewegen sich dann
Mitsubishi Colt und VW Polo vorn. In der unteren Mittelklasse teilen sich Honda
Civic und CRX, Nissan Sunny und Almera und Mazda 323 die Plätze vor VW Golf und Vento sowie Opel Astra. In der Mittelklasse schneiden Mercedes C-Klasse, Audi 80 und A4 sowie 3er-BMW noch gut ab. Hinter dem Klassenbesten Siebener BMW drängen sich in der Oberklasse Audi 100 und A6, Fünfer BMW und Mercedes E-Klasse.
Die jährliche ADAC-Pannenstatistik gibt einen Überblick über die Anfälligkeit von vier bis sechs Jahre alten Autos. Die
Auswertung für 1999 erfasst die Pannen aller Modellreihen mit Erstzulassung
1994, 1995 und 1996, von denen 1996 mehr als 10.000 zugelassen waren.
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Einzelergebnisse:
Welche Autos blieben wie oft liegen?
Um die Pannenstatistik erstellen zu können, mussten 1999 rund 2,25 Millionen ADAC-Hilfeleistungen ausgewertet werden. Die Panne-Hitliste der Gelben Engel zeigt, dass die Zahl technischer Störungen mit dem Fahrzeugalter deutlich zunimmt. Besonders anfällig sind Elektrik und Elektronik. Häufig treten auch Probleme mit dem Motor auf (Rang drei). Defekte Kühl- und Heizanlagen rangieren noch vor den Reifenschäden auf dem vierten Platz.
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Welche Teile waren defekt?
Vor allem bei älteren Autos würden sich durch regelmäßige Wartung in der Fachwerkstatt viele Pannen
vermeiden lassen. Manch teurer Motorschaden entsteht, weil marode Kühlwasserschläuche platzen oder ein altersschwacher Zahnriemen nicht turnusgemäß erneuert wurde. Wichtig: immer wieder den Ölstand kontrollieren, mindestens alle
1.000 bis 2.000 Kilometer, am besten stets beim Tanken! Viele Hersteller haben nämlich die Wartungsintervalle verlängert, so dass die Ölmenge zwischen den Inspektionen für eine gute Schmierung oft nicht
ausreicht, so der ADAC.
Fast dreieinhalb Millionen Mal ist der ADAC im vergangenen Jahr ausgerückt, um
liegen gebliebene Fahrzeuge wieder flott zu machen. Laut Statistik waren es genau 3.441.732 Pannen, bei denen die
1.638 Mitarbeiter der
Club-eigenen Straßenwacht und ihre Kollegen von 1.130 beauftragten Straßendienstunternehmen Autofahrern in Not zu Hilfe kamen. In 81,9 Prozent der Fälle behob die Straßenwacht Schäden direkt vor Ort, sodass den meisten Havaristen aufwändiges Abschleppen und hohe
Werkstattrechnungen erspart blieben.
Die Pannenhilfe des ADAC ist rund um die Uhr unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 0180 2 22 22 22 zum Ortstarif erreichbar. Mobilfunkteilnehmer wählen aus allen Handy-Netzen ohne Vorwahl 22 22 22. Auch über die Notrufsäulen auf den Autobahnen ist der ADAC zu erreichen.
Wenn jedoch der ADAC Pannenhilfe leisten soll, muss man dies auch ausdrücklich
verlangen. Am einfachsten haben es ADAC-Mitglieder mit einem Telematik-Gerät: Mit einem Knopfdruck lässt sich im Notfall direkt aus dem eigenen Fahrzeug Hilfe rufen, über Satellit erfährt die Pannenhilfezentrale den Standort.
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Kleinwagen-Sieger: Toyota Starlet
(unser Foto: Dreitürer, gebaut bis
1995)

Untere Mittelklasse: Toyota Corolla auf Platz eins
(unser Foto: Corolla Combi, gebaut 1993 bis 95)

Vorn in der Mittelklasse: Toyota Carina
(unser Foto: Carina-Limousine, gebaut
1995 bis 96)

Wenigstens ein Nichtjapaner: BMW 7er führt in
der Oberklasse
(unser Foto: Achtzylinder 730i, gebaut 1994 bis 98)
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