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Mit dem Auto reisen: Jetzt richtig Luft holen

ADAC: Am Urlaubsauto muss der Reifendruck stimmen

München, 7. Juli 2000 –
Immer wieder zeigen Untersuchungen, dass viele Autofahrer mit falschem Reifendruck unterwegs sind. Für die Urlaubsfahrt kann dies nach Angaben des ADAC unangenehme Konsequenzen haben. Ein voll beladenes Fahrzeug reagiert ganz besonders empfindlich auf falschen Reifendruck, vor allem dann, wenn zu wenig Luft im Reifen ist. Schlechtere Fahreigenschaften und höherer Benzinverbrauch sind relativ harmlose Folgen von Luftmangel. Eine Reifenpanne mit voll beladenem Fahrzeug kann jedoch schnell zu einem vorzeitigen Ende der Urlaubsfahrt führen.

Als Erstes sollte man deshalb in der Bedienungsanleitung seines Fahrzeugs den richtigen Reifendruck herausfinden. Manchmal stehen die Werte auch an mehr oder weniger versteckten Plätzen im Fahrzeug, zum Beispiel innen in der Tankklappe oder im Handschuhfach. Die Herstellervorschriften können dabei sehr unterschiedlich sein. Als Faustregel gilt, je mehr Zuladung, desto mehr zusätzliche Luft brauchen die Reifen, vor allem die auf der hinteren Fahrzeugachse. Vor dem Start sollte dann der Luftdruck am kalten Reifen geprüft und gegebenenfalls an die volle Beladung angepasst werden. Das gilt auf Grund möglicher Montagefehler auch, wenn gerade erst neue Reifen montiert wurden.

Bei längerer Fahrt ist es ratsam, bei jedem Tankstopp, also rund alle 500 Kilometer, kurz nachzuprüfen. Dabei muss man aber berücksichtigen, dass sich die Reifen unterwegs warm fahren und dadurch bis zu 0,7 bar mehr Druck aufweisen können. Dann keinesfalls Luft ablassen, denn das würde zu einer krassen Druckreduzierung im Normalzustand führen.

Der ADAC weist darauf hin, dass Reisende mit Wohnmobilen oder Wohnanhängern der Bereifung ihres Fahrzeugs besondere Aufmerksamkeit schenken sollten. Ein Wohnwagen, der wegen eines Reifenschadens ins Schlingern gerät, ist von einem ungeübten Fahrer kaum mehr zu stabilisieren.

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