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Saisonkennzeichen: Was Sie wissen sollten

Praktisch für Cabrio- und Motorradfans 

München, 10. April 2000 – Kaum blinzelt die Sonne im Frühjahr wieder öfter durch die Wolkendecke, denken die Besitzer von Cabrios, Motorrädern und Wohnmobilen schon an die erste Ausfahrt mit ihrem Gefährt. Wer sein Fahrzeug aber nicht das ganze Jahr über zugelassen hat, dem bleibt vorher der Weg zur Zulassungsstelle nicht erspart. Außer er besitzt ein Saisonkennzeichen. Damit entfällt der Gang zur Zulassungsstelle im Frühling und im Herbst. Der Halter spart damit Zeit und Gebühren und bei der Behörde reduziert sich der Verwaltungsaufwand. Das Saisonkennzeichen ist daher insbesondere für Halter von Cabrios, Wohnmobilen, Oldtimern und Krafträdern eine mittlerweile beliebte Alternative zur herkömmlichen Zulassung.


Gültigkeit
Die Gültigkeit des Saisonkennzeichens ist auf einen bestimmten Zeitraum (mindestens zwei Monate, höchstens 11 Monate) begrenzt. Dieser Zeitraum muss bei Beantragung des Kennzeichens festgelegt werden und ist dann auch für die folgenden Jahre der Zulassung des Fahrzeugs bindend, sofern der Gültigkeitszeitraum nicht neu beantragt wird. Will daher zum Beispiel ein Motorradfahrer auf Grund eines sonnigen Herbstes sein Motorrad in einem Jahr länger als während des Geltungszeitraums nutzen, ist dies nicht möglich.

Erteilung
Das Saisonkennzeichen wird nur auf Antrag des Fahrzeughalters zugeteilt und kann nur als Euro-Kennzeichen ausgegeben werden.

Ausgestaltung
Das Saisonkennzeichen enthält zusätzlich zu den Angaben eines normalen Kennzeichens die Angaben zum Zulassungszeitraum. Dieser wird rechts auf das Kennzeichen geprägt (z. B. ein Zulassungszeitraum vom 04 bis 10). Dabei gibt die Zahl oberhalb des Strichs den Monat des Beginns und die unterhalb des Strichs den Monat an, an dem der Zulassungszeitraum endet.

Sonstige Vorschriften
Auf das Saisonkennzeichen finden sämtliche Vorschriften Anwendung, die für das normale Kennzeichen gelten. Das Fahrzeug darf nur während des Zulassungszeitraums im öffentlichen Straßenverkehr in Betrieb gesetzt oder abgestellt werden.

Versicherungsschutz
Die Ersparnis der jährlichen An- und Abmeldekosten kann beim Saisonkennzeichen eventuell dadurch zunichte gemacht werden, dass die Versicherungsprämie bei einigen Versicherern höher ist als bei der jährlichen An- und Abmeldung mit dem normalen Kennzeichen. So verwenden einzelne Versicherer derzeit unterschiedliche Prämienberechnungsmodelle bei Versicherungsverträgen für Saisonkennzeichen.

Unabhängig von der Art der Prämienberechnung ist aber auch wichtig, ob in den Schadenfreiheitsklassen ab einer bestimmten Zulassungsdauer des Fahrzeugs mit Saisonkennzeichen bei Schadenfreiheit der Rabatt im Folgejahr steigt. Weiterhin bieten einige Versicherungsgesellschaften Rabattmerkmale wie z.B. Garage, Allein- oder Wenig-Fahrer auch bei dieser Versicherungsform an, was bei deren Inanspruchnahme zu einer günstigeren Prämie führen kann.

Es empfiehlt sich daher unbedingt ein Vergleich verschiedener Versicherungsgesellschaften nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Prämie. Vielmehr müssen auch genau die Versicherungsbedingungen verglichen werden, um das günstigste Preis-Leistungsverhältnis herauszufinden. 


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Mit Saisonkennzeichen bliebe der Weg zur Zulassungsstelle erspart