Übersicht | Tipps

Sicher durch den Winter

Wer nur ein Guckloch freimacht, haftet bei Unfallen

München, 12. November 1999 1998 verunglückten 20.893 Verkehrsteilnehmer auf winterglatten Straßen, 377 starben. Damit die Fahrt auf Eis und Schnee nicht mit einer Karambolage endet, hat der ADAC ein paar Tipps für das Fahren bei winterlichen Wetterverhältnissen zusammengestellt:

  • Vor dem Start Scheiben von Schnee und Eis befreien. Wer nur ein Guckloch frei kratzt, handelt unverantwortlich und haftet bei einem Unfall mit.
  • Schnee vom Autodach entfernen, sonst rutscht er beim Bremsen vom Dach auf die Windschutzscheibe und nimmt die Sicht. Schneebrocken, die vom Fahrtwind weggeweht werden, können den nachfolgenden Verkehr gefährden.
  • Nach einigen Metern Fahrtstrecke eine vorsichtige Bremsprobe einlegen, um ein Gefühl für die Straßenverhältnisse zu bekommen. Vorher unbedingt in den Rückspiegel schauen!
  • Abruptes Gas geben vermeiden, weil sonst die Reifen durchdrehen und das Auto ausbrechen kann.
  • Extra großen Sicherheitsabstand halten.
  • Frühzeitig vor Kreuzungen bremsen. Hier ist es besonders glatt.
  • Auf Brücken sehr vorsichtig fahren. Sie werden von oben und unten "gekühlt" und können im Winter zu heimtückischen Glatteis-Fallen werden. An kalten Tagen kann sich Nebel als Eis niederschlagen.
  • Vorsicht beim Verlassen einer gut geräumten Straße. Nebenstrecken sind oftmals nicht geräumt oder gestreut.

Sehr kritisch sind Tage, an denen die Temperaturen um den Gefrierpunkt schwanken, so der ADAC. Durch das wechselnde Tauen und Frieren ändert sich die Fahrbahnbeschaffenheit ständig. Deshalb rät der ADAC bei winterlichen Straßenverhältnissen immer ausreichend viel Sicherheitsabstand zu halten und mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren. Wer frühzeitig startet und Verzögerungen einkalkuliert, fährt gelassen und stressfrei. 


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