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Fit in den
Urlaub – die Tipps finden Sie hier
München, 10. Juli – Luft in den Reifen, viel Flüssiges in der
Wischwaschanlage, Ölstand gecheckt, Versicherungskarte im Handschuhfach
– muss alles sein, ist aber erst die halbe Miete. Der TÜV Süddeutschland
hat einen Urlaubs-Check erarbeitet, der sich mit den Kleinigkeiten beschäftigt,
an die nie einer denkt. Kleinigkeiten, die einem aber den Urlaub
ordentlich vermiesen können, wenn es drauf ankommt. Oder wer denkt schon
an Ersatzglühlampen, weil's nicht überall Halogenlampen gibt?
Klarer Kopf im Kühlschrank auf vier Rädern
Die Klimaanlage eines Autos als Kühlschrank auf Rädern zu bezeichnen,
kommt recht salopp daher. Aber zum einen trifft der Vergleich in
technischer Hinsicht prinzipiell zu, zum anderen gilt für beide Geräte:
Auf den richtigen Einsatz kommt es an. Das kann Dr. Otmar Huth, Mediziner
beim TÜV Süddeutschland, nur bestätigen: "Wer bei einer langen
Fahrt in den Urlaub bei Hitze richtig mit der Klimaanlage umgeht, ist
wesentlich sicherer unterwegs."
Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer sinken bei einem Autofahrer schon
deutlich, wenn das Thermometer mehr als 25 Grad Celsius anzeigt. Die
Reaktionszeiten werden länger. "Das Risiko, Verkehrsschilder zu übersehen
oder Gefahrensituationen erst viel zu spät zu erkennen, nimmt zu",
sagt Dr. Huth, der das Medizinisch-Psychologische Institut Nürnberg des TÜV
Süddeutschland leitet. Ein Beispiel: Schon bei 35 Grad im Auto und einer
Fahrt von 90 Minuten kann sich die Reaktionszeit des Wagenlenkers um 65
Prozent gegenüber dem normalen Niveau vermindern. "Wer sein Auto
richtig klimatisiert, sorgt dagegen für ideale Arbeitsbedingungen hinter
dem Steuer", merkt TÜV-Mediziner Huth an.
Kann man denn nicht auch durch das Öffnen von Fenstern oder Schiebedach
optimal für den "kühlen Kopf" für die Urlaubsfahrt sorgen?
Nein, lautet hier die klare Antwort des Fachmanns. "Trotz geöffneter
Fenster kommt es im Kopfbereich zu hohen Temperaturen, die Aufmerksamkeit
und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen", erläutert Dr. Otmar Huth.
Und das Schiebedach sorge zwar für einen freien Blick auf den blauen
Urlaubshimmel, aber nicht für wirkliche Abkühlung, weil eben keine
Luftumwälzung stattfinde. Anders bei der Klimaanlage, die – eben wie
ein Kühlschrank – kalte Luft produziert. Bei sommerlichen Temperaturen
soll das Thermometer im Wagen idealerweise zwischen 22 und 25 Grad
anzeigen.
Bei aller Begeisterung: Auch Klimaanlagen haben ihre Schattenseiten. So können
sie bei falscher Bedienung schnell einen unangenehmen Urlaubsschnupfen
auslösen. "Wer nur mit Badehose oder Bikini bekleidet im Auto sitzt
und dann Gebläse und Luftströmung direkt auf den Körper richtet, kann
sich eine unangenehme Erkältung oder sogar eine Muskelzerrung
einfangen", warnt TÜV-Mediziner Huth. Schließlich muss bei
sommerlichen Temperaturen schon rund 15 Grad kalte Luft her, damit die
Anlage im Wagen für prima Klima sorgen kann.
Der richtige Umgang mit der Klimaanlage beginnt schon vor der Fahrt. So
sollte der Wagen vor dem Start kräftig durchlüftet werden, vor allem
wenn er in der Sonne stand. Schließlich wirft man auch einen Kühlschrank
nicht in der prallen Hitze an. Geht die Reise endlich los, werden leicht
geöffnete Fenster und volle Pulle bei der Gebläse-Leistung empfohlen.
Danach die Fenster schließen und auf Umluft stellen. Und nach wenigen
Minuten auf Frischluft-Zufuhr zurückschalten.
Zurück zu den empfohlenen 22 bis 25 Grad Innenraum-Temperatur. "Am
wohlsten fühlt man sich, wenn der Temperatur-Unterschied zwischen draußen
und drinnen möglichst gering ist", sagt Dr. Otmar Huth. Und er fügt
noch hinzu: "Dass man sich nicht stark verschwitzt ins Auto setzen
und dann die Klimaanlage voll Stoff anwerfen soll, kann man nicht oft
genug sagen." Man stellt ja auch kaum einen dampfenden Suppentopf in
den Kühlschrank . . .
Sicher unterwegs in den eigenen vier Wänden
Möglichst viel Zuhause in den Urlaub mitnehmen – frei nach diesem Motto
starten immer mehr Leute mit Reisemobil, Wohnwagen oder Caravan in die
Ferien. Der TÜV Süddeutschland hat wichtige Tipps parat, damit es keine
Probleme gibt mit den eigenen vier Wänden auf Rädern.
Runde Sache: Reifen, die nicht älter als sechs Jahre sein sollen, vor dem
Start auf Schäden prüfen – Ersatzrad dabei nicht vergessen. Bei längeren
Standzeiten am Urlaubsort die Reifen vor Sonne schützen, zum Beispiel mit
Karton.
Idealgewicht: Das Gesamtgewicht darf nicht überschritten werden; im
Zweifelsfall das Gefährt wiegen lassen. Bei Wohnwagen/Caravans darauf
achten, dass Stützlast stimmt (mindestens vier Prozent der angehängten
Last).
Leicht entflammbar: Die Gasanlage muss gut durchgecheckt werden (gültige
Plakette?), der Gaskasten darf nicht als Schrank genutzt werden, weil
sonst die Entlüftung verschlossen wird. Beim Kochen mit Gas müssen alle
Öffnungsmöglichkeiten – zum Beispiel Dachluken – genutzt und die
Flammschutzbleche verwendet werden.
Fliegende Untertassen: Bei der Fahrt keine losen Gegenstände im Wohnmobil
lassen, alle Schränke und Klappen sicher verschließen.
Licht und Luft: Die Beleuchtung auf Funktion prüfen, Steckverbindungen
mit Kontaktspray einsprühen. Be- und Entlüftungen nicht verschließen
– etwa durch einen Teppich am Boden oder eine Isoliermatte unter der
Dachluke.
Anschluss finden: Für Anschluss ans Stromnetz genormte Stecker nehmen.
Kabel und Stecker vor Nässe schützen und nicht zu Stolpersteinen machen.
Feiner Zug: Vor dem Start mit Wohnwagen/Caravan die Zugkupplung auf
Verschleiß prüfen, Reibflächen und Gelenke schmieren.
Eingekeilt: Wird das Fahrzeug für längere Zeit abgestellt, nicht die
Handbremse ziehen (könnte einrosten). Das Gefährt durch Keile gegen
Wegrollen sichern.
Rallye Sicilia – was sagt Ihr Auto dazu?
Die Koffer sind gepackt, die Fahrräder auf dem Autodach und die
Urlaubsvertretung im Büro ist eingewiesen. Also rein ins Auto und ab in
Richtung Süden. Drei Wochen Sizilien liegen vor Ihnen – und 2.000
Autokilometer ebenfalls! Kein Problem, mit Fahrerwechsel können lange
Strecken problemlos und schnell bewältigt werden. Aber was sagt das Auto
zu solchen Mammut-Fahrten?
Kühler kocht, Auspuff glüht, Reifenprofil fällt auf dem Parkplatz
zwischen München und Mailand ab.... Kann es bei modernen Autos auf langen
Fahrten zum technischen K.o. kommen?
Der TÜV Süddeutschland ist der Sache auf den Grund gegangen. Dazu Gunter
Dettelmann, Technischer Leiter beim TÜV in Leipzig: "Bei modernen
Fahrzeugen gibt's bei normalen klimatischen Bedingungen keine Probleme –
auch wenn mal Dauerbetrieb angesagt ist. Auch bei Hitze muss man sich
keine Sorgen machen." Aber: Auf zulässige Beladung und Gewicht des
Anhängers achten.
Der Experten-Tipp deshalb: nicht das halbe Wohnzimmer mit in den Urlaub
nehmen, sondern bewusst die Koffer und anschließend das Fahrzeug packen.
Achten Sie auf die Erhöhung des Reifendrucks, wenn Sie Ihrem Auto mehr
zumuten als im Alltagsverkehr. "Schon bei etwas zu niedrigem
Luftdruck steigt bei konstant hoher Geschwindigkeit und höherer Zuladung
der Reifenverschleiß. Das kann zur Zerstörung des Reifens führen",
sagt Gunter Dettelmann.
Weil der Weg nach Süden ziemlich gebirgig ist, kann es auch den Bremsen
schnell zu heiß werden. Um unliebsame Zwischenstopps zu vermeiden,
sollten gerade im Gebirge ein paar Kleinigkeiten beachtet werden,
besonders bei einem voll ausgelasteten Auto bzw. bei Fahrten mit Anhänger
oder Wohnwagen. Dettelmann: "Wird die Bremse bergab ständig benutzt,
steigt die Gefahr der Überhitzung der Radbremsen um ein Vielfaches. Der
Wirkungsgrad der Bremse kann dadurch stark reduziert werden." Also:
Nutzen Sie die Bremswirkung des Getriebes und fahren Sie bergab in kleinen
Gängen. Dann müssen Sie nicht ständig in die Eisen steigen!
Cabrio: Gut gerüstet für den großen Regen
Das künstliche Lüftchen vom Büro-Ventilator ist ja gut und schön. Aber
im Urlaub oder bei Spritztouren in den schönsten Wochen des Jahres soll
der Kopf durch ordentlichen Fahrtwind frei werden von jedem Gedanken an
die Arbeit. Ein Cabrio muss her. "Gerade Cabrios, die 20, 30 oder
noch mehr Jahre auf dem Buckel haben, werden immer beliebter", weiß
Martin Hege, Sachverständiger beim TÜV Süddeutschland.
Egal, ob alt oder neu – Cabrio-Wetter gibt es leider nicht als Zubehör.
Um für den großen Regen gerüstet zu sein, setzt man sich am besten
schon vor der ersten Spritztour ausführlich mit der Technik rund ums
Verdeck auseinander. Martin Hege: "Das ist vor allem wichtig, wenn
man sich ein Oldie-Cabrio zulegt." Schließlich sind die älteren
Verdecke noch mechanisch auf- und zuzumachen.
Wer schon länger zu denen gehört, die beim Autofahren gerne auf das Dach
über dem Kopf verzichten, sollte routinemäßig immer wieder neuralgische
Stellen am Fahrzeug abchecken – nicht dass sich der Regen auf Umwegen
einschleicht. Klassische Problempunkte sind die Schnittstellen zwischen
Verdeck und festem Aufbau. "Sämtliche Dichtungen kontrollieren und
rechtzeitig erneuen, das Verdeck auf Schäden und richtige Spannung prüfen
und verbogenes Verdeckgestänge ausrichten", zählt TÜV-Fachmann
Hege auf. Und er fügt hinzu, dass im Cabrio vor allem auch das Gebläse
gut funktionieren muss. Kann man das Dach nämlich erst dann schließen,
wenn man von einem Regenguss schon ordentlich "getauft" wurde,
beschlagen infolge Nässe und Körperwärme schnell die Scheiben – da kann
nur ein gutes Gebläse für den richtigen Durchblick sorgen.
Zurück zu sonnigeren Gedanken: Auch für Fahrten, die weder von Wolken
noch von Regentropfen getrübt werden, ist Vorsorge vonnöten. Und zwar
mit Sonnencreme und Sonnenkappe oder Sonnenhut. Der Fahrtwind lenkt ab von
der Kraft der Sonne – und das merkt man vielleicht erst daheim vor dem
Spiegel, wenn man nicht ordentlich gecremt hat. Was die Kopfbedeckung
anbelangt: Die muss fest sitzen. Martin Hege: "Den leichten
Schlapphut wird man bei offenem Verdeck und flotter Fahrt nicht lange
aufhaben . . ."
TÜV abgelaufen – im Ausland alles plaketti?
Samstagabend, endlich geht's ab in den langersehnten Sommerurlaub. Die
Koffer sind gepackt und es kann auf große Fahrt gehen. Noch schnell ein
Stopp an der Tanke: Auftanken, Reifendruck prüfen und dann durch Zufall
ein Blick auf die Plakette. Abgelaufen! Nein, das gibt es nicht, bitte
nicht heute, nicht hier und nicht jetzt! Aber auch ein Blick in den
Fahrzeugschein bestätigt: Die Plakette ist seit zwei Monaten abgelaufen.
Was nun? Muss ich jetzt auf die Fahrt in den Urlaub verzichten oder kann
ich trotzdem mit ruhigem Gewissen starten?
Wenn das Fahrzeug technisch okay ist, wird es wegen der Plakette im
Ausland keine Probleme geben. Denn: Der Paragraph 29 in der
Straßenverkehrszulassungsordnung,
der die Hauptuntersuchung regelt, ist eine rein deutsche Bestimmung. Die
spielt im Ausland keine Rolle – alles plaketti! Wer noch im Inland – etwa
an der Grenze – mit der abgelaufenen Plakette ertappt wird, hat bei zwei
Monaten Überziehen mit 30 Mark Bußgeld zu rechnen.
Wieder zurück in Deutschland, sollte man sich möglichst schnell nach
einem Termin umschauen. Der Gesetzgeber hat sogar an folgenden Fall
gedacht: Die Plakette läuft im Ausland ab. Dann muss man bei der Rückkehr
unverzüglich zur Hauptuntersuchung.
Wieso nicht gleich am Urlaubsort zur Hauptuntersuchung, anstatt das Auto
14 Tage vor dem Hotel zu parken? Achtung: Wer im Ausland eine dort gültige
Untersuchung machen lässt, muss damit rechnen, dass diese in Deutschland
nicht anerkannt wird. Das gilt auch für EU-Mitgliedsstaaten.
Daher: TÜV-Termin im Auge behalten. Alle Autofahrer, die tagsüber nicht
die Zeit finden, um das Auto prüfen zu lassen, können die verlängerten
Öffnungszeiten des TÜV Süddeutschland nutzen. In einigen Orten haben
die TÜV Service-Center bis 20 Uhr geöffnet. Mit einem Klick im Internet
kann man unter www.tuevs.de/auto schauen, wo sich die nächstgelegene TÜV-Prüfstelle
befindet und sich sogar online für die Haupt- und Abgasuntersuchung
anmelden. Übrigens: Dort gibt's kostenlos auch einen Reminder, der an den
TÜV-Termin erinnert. Damit Sie erst gar nicht ins Schwitzen kommen!
Urlaub vorbei, Auto abgeschleppt – so beugt man vor
Frisch erholt und gutgelaunt kommen die Urlauber aus den schönsten
Wochen des Jahres zurück. Wie immer war das Auto vorm Haus geparkt. Doch
aus der heimischen Straße ist unterdessen eine Baustelle geworden. Der
Wagen wurde abgeschleppt. Für die zwischenzeitliche Verwahrung und das
Abschleppen wird oft eine beachtliche Summe gefordert. Nicht selten zieht
der Betroffene dann vor Gericht. Doch da sind seine Erfolgschancen gering,
denn laut Rechtssprechung reichen zwei bis drei Tage, um die Arbeiten der
Straßenbauer anzukündigen. Meistens geschieht dies mit zeitlich
befristeten Halteverbotsschildern. Wird die Ankündigungsfrist
eingehalten, kann ein stehen gebliebenes Auto abgeschleppt und der Aufwand
dem Besitzer aufgelastet werden. Vorsorgen empfiehlt daher der TÜV Süddeutschland
allen, die jetzt per Bahn oder Flugzeug verreisen.
Sicher geparkt: Am besten: Das Auto an einem sicheren Platz abstellen.
Doch was ist sicher? Der private Grund und Boden oder die hauseigene
Tiefgarage sind die besten Abstellmöglichkeiten. Fast genauso sicher sind
öffentlich ausgewiesene Großparkflächen, wie zum Beispiel Parkplätze,
Parkhäuser oder die Park- & Drive-Plätze, wie es sie an
Bahn-Stationen gibt.
Schlau geparkt: Wenn der Wagen für längere Zeit an der Straße
abgestellt wird, sollte man sich beim Straßenbauamt oder der örtlichen
Verkehrsbehörde erkundigen, welche Bauarbeiten in diesem Bereich während
der Urlaubszeit geplant sind. Haben Straßenbauarbeiten in der Nähe
begonnen? Sind Arbeiten, wie die Erneuerung des Fahrbahnbelages, die
Verlegung von Kanalrohren oder die Einrichtung von Fernwärme- bzw.
Kabelfernsehanschlüssen abzusehen?
Umgeparkt: Ein weiterer Tipp: Familienangehörigen, Nachbarn oder
Bekannten den Zündschlüssel geben – mit der Bitte, gelegentlich nach
dem Rechten zu sehen und wenn es erforderlich ist, das Auto umzuparken.
Bequem geparkt: Wer per Flugzeug reist, der kann sein Auto auch auf den
Parkflächen am Flughafen abstellen. Diese sind zwar meistens
kostenpflichtig – werden dafür aber rund um die Uhr bewacht.
Virtuelle Vorfreude mit dem TÜV-Urlaubscenter
Vorfreude ist die schönste Freude. Aber für einen gelungenen Urlaub ist
neben der Vorfreude auch die gute Vorbereitung vonnöten. Der TÜV Süddeutschland
bietet im Internet unter www.tuevs.de/freizeit jede Menge Infos rund um
das Thema Urlaub & Freizeit. Ganz gleich, ob Familienurlaub,
Faulenzer-Wochen oder Ferien mit dem Fahrrad – für jeden sind jede
Menge nützliche Tipps dabei.
Da geht's um die Urlaubsfahrt mit Tipps zur Vorbereitung des Fahrzeugs, da
gibt es Tipps zur sicheren Gepäckverstauung oder zur richtigen
Streckenplanung. Im virtuellen Urlaubscenter des TÜV erfährt der
Urlauber in spe, wie er Kind und Baby im Auto bei Laune und sich selbst am
besten fit hält. Weitere Themen: Cabrio-Fahren, Wohnmobil und Caravan,
Inlineskating, Fahrräder und Fahrradhelme, Wassersport, Tauchen, Surfen,
Schwimmhilfen, Wasserspielzeug, Sonnenschutz, Sonnen- und Sportbrillen
und, und, und. Link-Sammlungen führen den Besucher im Urlaubs-Center
schnell und unkompliziert zu weiteren Infos. Also, einfach reinklicken –
und die Vorfreude mit der virtuellen Vorbereitung verbinden.
Angst vor Billig-Sprit an der Tanke?
Elektronisches Motormanagement, Direkteinspritzung, geregelter Kat – und
dann kommt eine undefinierbare trübe Suppe in den Tank! Manchen Urlauber
mag ein mulmiges Gefühl beschleichen, wenn er an der alten Tanke neben
der staubigen Landstraße zwischen Irgendwo und Nirgendwo Kraftstoff nachfüllt.
Der Anfang vom Ende des Motors?
Grundsätzlich nicht! Derzeit gibt es aus den europäischen Ländern keine
Berichte über eklatante Mängel in Sachen Kraftstoffqualität. Dies wäre
der Fall, wenn etwa Normal oder Super mit zu niedriger Oktanzahl verkauft
würde. Im schlimmsten Fall hätte dies einen Motorschaden zu Folge, weil
der Kraftstoff den Motor bei der Verbrennung ungleichmäßig belastet. Ist
die sogenannte Cetanzahl beim Diesel zu niedrig, mag der Selbstzünder
nicht mehr das leisten, was sein Name von ihm verlangt: Das hört man sehr
deutlich, wenn der Diesel immer lauter nagelt.
Tatsächlich nicht erfreuen wird den umweltbewussten Autofahrer jedoch die
ökologische Konsequenz des "fremden" Kraftstoffs von leicht
minderer Qualität. Die Schadstoff-Emissionen steigen, außerdem ist ein höherer
Verbrauch durchaus drin. Dann geht die Rechnung, nach der man beim Tanken
im Ausland endlich ein paar Pfennige pro Liter gespart hat, am Schluss
doch wieder nicht auf!
Apropos Emissionen: Seit Januar 2000 gelten in den EU-Mitgliedstaaten
strengere Vorschriften für schwefelarmes Benzin. Die Vorgaben werden von
führenden Herstellern sogar unterschritten. Wer in Ländern außerhalb
der EU tankt, muss aber nicht fürchten, den Katalysator zu ruinieren.
Schwefelempfindliche Katalysatoren kommen erst auf den Markt. Bleifreies
Benzin gibt's übrigens mittlerweile überall.
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Urlaubscheck schont Nerven
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