Keinesfalls auf den Gurt verzichten
München, 19. November 1999 - Viele Frauen
fühlen sich unsicher, wenn sie sich während der Schwangerschaft in ein Auto
setzen. Derartige Ängste sind nach Auskunft des ADAC unbegründet, wenn einige
Empfehlungen beachtet werden:
- Auch Schwangere sollten sich immer mit dem
Dreipunktgurt sichern. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass der Gurt
stramm anliegt und der über das Becken verlaufende Gurtteil möglichst weit
unter dem Bauch verläuft. Im Babyzubehör-Fachhandel werden besondere Gurtführungs-Systeme
angeboten, die dafür sorgen sollen, dass der Beckengurt in seiner optimalen
Lage bleibt und die Fruchtblase möglichst wenig belastet wird.
- Während der Schwangerschaft sollte man möglichst
nicht selber fahren, da das höchste Verletzungsrisiko aus dem Aufprall auf
das Lenkrad resultiert.
- Der Airbag stellt bei richtiger Sitzposition weder
eine Gefahr für das ungeborene Kind noch für die Schwangere dar. Die
Betriebsanleitung des Fahrzeugs gibt Auskunft über den korrekten Abstand
zum Airbag und die richtige Sitzhaltung.
Nach den bisherigen Erkenntnissen aus der
Unfallforschung kann man davon ausgehen, dass schwangere Frauen bei richtiger
Sitzposition durch den Dreipunktgurt in Verbindung mit dem Airbag gut geschützt
sind. Keinesfalls sollte man aus Angst vor Schäden am ungeborenen Kind auf den
Gurt verzichten. Damit riskiert man nach Aussagen des ADAC nicht nur schwere
Verletzungsfolgen für Mutter und Kind, im Schadensfall kann es sogar zu einer
Mitschuld an den Unfallfolgen und damit verbunden zu einer Minderung des
Schmerzensgeldes kommen.
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