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Kopfstützen im Testvergleich

Der Hit heißt WHIPS und kommt aus Schweden

München, 16. Februar 2001 –
Das einzige Kopfstützensystem, das in einem aktuellen Test des ADAC mit Note „sehr gut“ abschnitt, heißt WHIPS (Whiplash Protection System) und ist im Volvo V 70 eingebaut. Es schützt die Auto-Insassen bei einem Auffahrunfall am besten vor dem gefürchteten Schleudertrauma, eine mitunter langwierige Verletzung im Bereich der Halswirbelsäule. Diese Schutzwirkung kommt deshalb zu Stande, weil sich die gesamte Lehne bei einem Heckaufprall kontrolliert nach hinten bewegt und dadurch die Vorwärtsbeschleunigung des Körpers reduziert. Doch nicht jedes Fahrzeug verfügt über Kopfstützen mit derart optimaler Schutzfunktion. Ein aktueller Test von elf Systemen, den die ADAC-Motorwelt federführend zusammen mit zehn anderen europäischen Automobilclubs durchgeführt hat, zeigt deutliche Sicherheitsunterschiede.

Fünf Sitze wurden mit „gut“ bewertet (Ford Mondeo und Focus, Saab 9-5, Nissan Almera und VW Golf IV). Nur „zufrieden stellend“ schnitten die Sitze im Opel Astra und in der 3er-Reihe von BMW ab. Nicht überzeugen konnten die Kopfstützensysteme im Renault Mégane, in der A-Klasse von Mercedes und im Fiat Brava. Besonders der Mercedes-Sitz fiel durch mangelhafte Schutzwirkung auf und müsste dringend verbessert werden. Fiat und Renault erreichen nur knapp die gesetzlichen Mindestanforderungen bei der Sitzstabilität.

Die Tester haben aber nicht nur die Schutzwirkung der Kopfstützen bewertet, sondern auch die Stabilität der Sitze bei einem schweren Heckaufprall sowie die Einstellmöglichkeiten für unterschiedlich große Passagiere untersucht. Der Test hat gezeigt, dass sich die Schutzwirkung einer Kopfstütze deutlich verschlechtern kann, wenn sie falsch eingestellt ist. Der Einstellbereich der Kopfstützen im Ford Mondeo und im Golf IV reicht nur für Personen bis 1,75 Meter. Fiat-Brava-Fahrer sollten sogar nicht größer als 1,70 Meter sein.

Die Hersteller sollten in alle neuen Fahrzeugmodelle nur noch gut abgestimmte „aktive“ Kopfstützensysteme einbauen und dafür sorgen, dass auch für Personen über 1,80 Meter Körpergröße noch genügend Sicherheitsreserven bestehen.


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Der ADAC testete mehrere Kopfstützensysteme

 

 


ADAC-Infogramm: die Ergebnisse des Tests als Tabelle