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Raststätten: Pausen-Frust nimmt Urlaubslust

Jede dritte Anlage weist deutliche Mängel auf

München, 6.Juli 2001 – Der Gesamteindruck der Raststätten in Europa hat sich in den letzten 12 Monaten leider nicht verbessert. In dem aktuellen ADAC-Test erfüllte mehr als ein Drittel der Anlagen nicht die Mindestanforderungen an Hygiene, Service und Verkehrssicherheit. Die Qualität der Küche war dagegen fast überall ausreichend. Der Test wurde während der Osterfeiertage, also bei Hochbetrieb durchgeführt. Die Testkandidaten waren 95 Betriebe entlang der wichtigsten europäischen Reiserouten in Ost-West-Richtung. 

Eine umfangreiche Checkliste, die zusammen mit Hotel- und Gastronomiefachleuten sowie Verkehrsexperten des ADAC erstellt wurde, diente als Grundlage. Sie erfasst die Verkehrssicherheit einer Raststätte, den Zustand der gesamten Anlage innen wie außen, Kommunikationsmöglichkeiten, Gastronomie-Angebot, Hygiene und Sauberkeit, Einkaufsmöglichkeiten, Umweltaspekte, Service und Preisgestaltung. 

Frankreich schnitt im Ländervergleich am besten ab, gefolgt von Deutschland und Österreich. Nur in den Alpenländern gab es kein "mangelhaft". Im Mittelfeld landeten die Schweiz und Spanien. Die schlechtesten Ergebnisse erzielten die Betriebe in Belgien, den Niederlanden, England und Italien. 

Die Note "gut" erreichten 19 Raststätten, 42 schnitten mit "ausreichend" ab. 31 Mal gab es ein "mangelhaft" und dreimal sogar "sehr mangelhaft". Die Bestnote "sehr gut" erreichte keine der Anlagen. Nur ganz knapp verfehlt wurde sie vom französischen Testsieger "Corbières Nord" an der A61 zwischen Narbonne und Toulouse. Die rote Laterne mit dem schlechtesten Ergebnis im Test erhält "Gonars Nord" in Italien an der A4 bei Triest. Beste deutsche Raststätte und europaweit Dritte: "Sindelfinger Wald Süd" an der A8/ A81 bei Stuttgart. Im bundesweiten Vergleich stellt "Haidt Süd" an der A3 bei Würzburg das Schlußlicht dar.

Die ADAC-Tester kritisierten die mangelhafte Hygiene der sanitären Anlagen, besonders in Spanien, England, den Niederlanden, Italien und überraschenderweise auch in der Schweiz. Weitere Hauptmängel: Zu wenig Umweltbewusstsein, schlechte Beschilderung und zu selten Verkehrsinformationen für Autofahrer.

Bei den Preisen sind die Italiener und die Spanier Musterknaben. Viel teurer als im Durchschnitt war es in England und der Schweiz. In den Außenbereichen der italienischen, belgischen und holländischen Anlagen ist der Verkehr nicht ausreichend sicher geregelt.

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Testsieger: "Sindelfinger Wald" an der A8/ A81 bei Stuttgart

 


Appetitliche Salattheke: Sindelfinger Wald

 


Testsieger: Frankreich "Corbières Nord" 

 


Reichhaltiges Büffet: "Corbières Nord"